Hilfe für die Schwächsten

In den stark bevölkerten Vororten von Harare und Chitungwiza unterstützt ROKPA 60 Familien mit Kindern mit einer Behinderung. ROKPA führt Gartenbaukurse durch, um die Selbstversorgung mit Früchten und Gemüse zu fördern. Dabei werden insbesondere die Themen der Mischkultur, Schädlings- und Krankheitsbekämpfung, Bodenverbesserung und Techniken der Wasserspeicherung geschult. Zusätzlich wird Wissen über gesunde Ernährung und Essenszubereitung vermittelt. 

Ökonomischer und sozialer Wandel haben in den letzten Jahren grosse Armut erzeugt. Durch die stetig steigenden Lebenshaltungskosten und den Zusammenbruch des Gesundheitssystems wird das Überleben immer schwieriger.

Familien mit behinderten Kindern leiden besonders unter dieser Entwicklung, denn sie sind in mehrfacher Hinsicht benachteiligt: Sie werden beim Essen und bei der Unterkunft diskriminiert und haben keinen Zugang zu Bildung, Gesundheitspflege oder Freizeitaktivitäten. Geburtseintrag, Integration und Information werden ihnen verweigert. Ausserdem werden Mütter von Kindern mit einer Behinderung in der Regel von ihren Partnern verlassen, da der Aberglaube, dass Behinderung die Folge von Untreue sei, weit verbreitet ist.

Vom ROKPA Projekt 'Low Input Gardening' profitieren hauptsächlich Eltern mit Kindern mit einer Behinderung.

Das Projekt beinhaltet: 

  • Ausbildung in biologischem Gemüseanbau
  • Abgabe von Saatgut, Werkzeug und Gartengeräten
  • Ausbildung in ausgewogener Ernährung
  • Ausbildung in einfachen organischen Anbautechniken
  • Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung
  • Familien können Einkommen generieren, indem sie den Überschuss ihrer Ernte verkaufen