Tibetische Gebiete Chinas: Hilfe für das Dach der Welt

** Update: Zwischen 1990 und 2016 führte ROKPA in den tibetischen Gebieten Chinas insgesamt 457 Projekte durch. Leider hat sich unsere Arbeit in den tibetischen Gebieten Chinas seit dem Tod des ehemaligen Präsidenten Dr. Akong Tulku Rinpoche in 2013 von Jahr zu Jahr erschwert. Aktuell können wir nur noch einige wenige Projekte in dieser Region weiterhin unterstützen. **

Die tibetischen Gebiete Chinas zählen zu den ärmsten Regionen der Welt. Von der Fläche mit Europa vergleichbar, leben hier nur rund 6 Millionen Menschen von minimaler Land- und Viehwirtschaft. Mit Siedlungen gelegen zwischen 3‘000 und 5‘500 Metern über Meer, ist es das höchste von Menschen besiedelte Gebiet überhaupt.

Die Winter in der Himalaya-Region sind extrem lang und kalt, die Sommer kurz. Veränderungen im Klima haben sofortige existenziell bedrohliche Folgen für die dort lebende Bevölkerung, die traditionell als Bauern und Nomaden leben.

Die Hilfsaktivitäten von ROKPA konzentrieren sich auf Osttibet, das sich über die autonome Region Tibet und die vier Provinzen Sichuan, Qinghai, Yunnan und Gansu erstreckt. In dieser zum Teil sehr abgelegenen Gegend gibt es nur wenige und meist schlecht befahrbare Strassen. Die dort ansässigen Menschen leben in bescheidenen Verhältnissen oder gar in Armut, ohne staatliche Hilfe und minimaler medizinischer Versorgung.

Zahlen & Fakten

Bevölkerungszahl:ca. 6 Mio. (rund ein Drittel der Tibeter/-innen lebt in der Autonomen Region Tibet, zwei Drittel in den osttibetischen Provinzen)
Bruttoinlandprodukt pro Kopf (in US$):4‘500 (Schweiz: 59'400)
Kindersterblichkeit vor dem 5. Altersjahr:15% (Schweiz: 0,4%)
Alphabetisierungsgrad Erwachsene:60% (70% der Männer, 50% der Frauen)
Lebenserwartung:67 Jahre (Schweiz: 83)
Gesundheit:Es herrscht akuter Ärztemangel, ein Arzt ist für rund 15‘000 Einwohner zuständig (Schweiz: 1 Arzt pro 244 Einwohner)

Quelle: Für die tibetischen Gebiete Chinas gibt es keine zuverlässigen, offiziellen Daten. Bei den angegebenen Zahlen handelt es sich um Schätzungen von Experten. Stand: 14. Juli 2017.