Die Situation in unseren Projektländern

Die Massnahmen, um den Ausbruch des Corona-Virus einzudämmen, haben viele Menschen rund um den Globus hart getroffen – insbesondere die ärmsten Bevölkerungsschichten. Noch ist das Ausmass im Gesundheitsbereich in diesen Ländern kaum zu erfassen, die wirtschaftlichen Konsequenzen der teils sehr restriktiven Lockdowns sind jedoch schon enorm spürbar. Viele Menschen leben von unregelmässigen Tätigkeiten und von täglichen Einkünften, die wegen den Ausgangssperren nun plötzlich wegfallen. Die Folgen sind Hunger und Mangelernährung. Die bestehende Projektinfrastruktur und das lokale Netzwerk erlauben uns, weiterhin operativ tätigt zu sein und rasch zu handeln.   

Nepal

Seit dem 24. März 2020 sind in Nepal die Schulen geschlossen, alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt und die Regierung hat bis auf weiteres und ohne absehbares Ende eine Ausgangssperre verhängt. Diese wird teilweise sehr restriktiv umgesetzt: Die Polizei übt Gewalt gegen Personen aus, die sich ohne Begründung auf der Strasse bewegen.

Esspakete für bedürftige Familien

Seit Ende März verteilt ROKPA Lebensmittel an alleinerziehende Mütter mit mehreren Kindern, Arbeiter, beeinträchtigte Personen und andere schutzbedürftige Menschen. Naresh, ein ehemaliges ROKPA Kind, leitet die Gassenküche und kümmert sich zusammen mit seiner Frau Jyoti um das Abpacken und Verteilen.

Pro Woche werden durchschnittlich 400 Esspakete abgegeben. Diese enthalten die wichtigsten Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel wie Reis, Linsen und Seife. 

Südafrika

Der Lockdown in Südafrika, der seit dem 27. März gilt, ist einer der striktesten weltweit (Stufe 4 von 5). Durch ihn hat sich für viele Menschen die wirtschaftliche Situation enorm verschlechtert. Dies zeigt sich vor allem in den Townships, wo die Menschen am Existenzminimum leben und einer informellen, unregelmässigen und ungeregelten Arbeit nachgehen – beispielsweise als Putzfrauen, Handwerker, Gärtnerinnen, Fahrer. Tausende von Haushalten, auch aus der in den letzten Jahren gewachsenen Mittelschicht, haben ihr gesamtes Einkommen verloren, da sie nur sehr wenig oder kein finanzielles Polster haben.

Esspakete, Nahrungsmittelanbau und Beschäftigung für Kinder

In Makhaza, einem Township von Kapstadt, hat ROKPA zusammen mit UNIMA SA das Projekt „Izandla Zobomi“ gestartet, was so viel wie „Hand für das Leben“ bedeutet. UNIMA ist die Vereinigung der Puppen- und Figurentheater in Südafrika. Zu den Hilfeempfängern gehören Menschen aus dem Gemeinschaftszentrum „Makaza Community & Youth Centre“ – darunter Kinder, ältere Frauen, Kirchenmitglieder, arbeitslose Jugendliche, Künstlerinnen und Künstler sowie Puppenmacherinnen und Puppenmacher aus anderen Townships. Wir unterstützen mit:

  • Verteilung von Esspaketen an bedürftige Familien
  • Einrichtung eines Gemeinschaftsgartens: Dieser bietet nicht nur frisches Gemüse und Früchte für die Anwohner, sondern auch eine Beschäftigung und eine nachhaltige und sichere Einkommensquelle – vor allem für junge Personen
  • Lern- und Unterrichtsmaterialien sowie Stifte und Hefte für die Kinder, damit sie während der schulfreien Zeit beschäftigt bleiben und nicht ganz aus dem Schulsystem fallen. Dazu gehören auch Aufgaben in Handwerk und Kunst.

 

Die Nothilfe geht weiter ...

Wir planen, weitere Nothilfeprojekte in unseren Projektländern zu unterstützen. Diese werden von unseren Partnern und Kontakten vor Ort identifiziert. Unser breites und gut etabliertes lokales Netzwerk hilft uns sehr. 

Zusammen können wir diese Krise überstehen. Helfen wir gemeinsam! Jetzt spenden.