News zur COVID-19-Pandemie vom 27.03.2020

Das Corona-Virus hat alle hart getroffen, v.a. die Ärmsten unserer Bevölkerung.

ROKPA hilft, wo Hilfe gebraucht wird – unsere Arbeit ist in Krisenfällen wie beim weltweiten Ausbruch des Corona-Virus besonders gefordert. Auch in den Projektländern mussten wir uns zum Schutz der Schwächsten an die neuen Begebenheiten anpassen und werden es laufend tun. Wir sind zudem mit unseren Partnern in Abklärung, was die aktuellen Bedürfnisse in Nepal, Simbabwe und Südafrika sind und wie ROKPA in dieser schwierigen Zeit zusätzlich Unterstützung leisten kann.

Nepal
Vergangene Woche wurden vorsorglich alle Schulen geschlossen und öffentliche Veranstaltungen abgesagt. Kinder, die ihre Familie in den abgelegenen Bergregionen haben, wurden nachhause geschickt – sie sind dort sicherer als in der Stadt. Die restlichen Kinder bleiben im Kinderhaus und verbringen die Zeit mit Lernen, Zeichnen, Lesen und Spielen. Das ROKPA Guesthouse bleibt vorläufig geöffnet – dies für Touristen, die bis anhin in abgelegenen Gebieten unterwegs waren und dringend eine Bleibe benötigen. Die Schülerinnen und Schüler des Hospitality-Trainings sind seit letzter Woche zuhause. Die Frauenwerkstatt und die Nähausbildung sind bis auf Weiteres geschlossen – kleinere Näharbeiten werden von den Frauen zu Hause erledigt. Seit dem 24. März 2020 herrscht in Nepal zudem eine Ausgangssperre.

Afrika
Während auf dem Afrikanischen Kontinent im Vergleich zu Europa bislang relativ wenige Corona-Infizierte gemeldet wurden, hat sich die Situation nun auch dort verändert.

Zimbabwe
Die Schulen wurden geschlossen. Die Projekte werden so gut wie möglich weitergeführt, jedoch mussten wir uns auch dort an die neue Situation anpassen. So wurde die Tagesstätte für behinderte Kinder geschlossen, da viele der Kinder durch ihre Beeinträchtigung zur Hochrisikogruppe gehören. Den betroffenen Familien werden Essenspakete für die nächsten Monate verteilt. Die medizinischen Anlaufstellen werden reduziert und unter verschärften Hygienemassnahmen weitergeführt. Gerade diese sind in der jetzigen Situation enorm wichtig, da sich die Menschen der ärmsten Bevölkerungsschicht einen Arztbesuch oder Medikamente nicht leisten können. Per 27. März 2020 befindet sich Simbabwe noch nicht in einer Lockdown-Situation.

Südafrika
Der Präsident hat den Notstand ausgerufen. Schulen, viele Grenzen und Häfen wurden geschlossen, einige Airlines dürfen nicht mehr in das Land fliegen. Die Tirisano-Krippe wurde bereits geschlossen und unsere Unterstützung im Mowbray Hospital (Circle of Nourishment) musste gestoppt werden, da die Besucherzahlen und -zeiten reduziert wurden und wir uns an die Vorgaben des Spitals halten müssen. Wir gehen davon aus, dass dieser Notstand Auswirkungen auf alle unsere Projekte haben wird. Wir sind in ständigem Kontakt mit unseren Partnern vor Ort und werden Sie über weitere Änderungen auf dem Laufenden halten. In Südafrika besteht seit dem 26.03.2020 eine Ausgangssperre.

ROKPA Hauptsitz Zürich
Damit wir und unsere Mitmenschen gesund bleiben, arbeitet das ROKPA Team in Zürich ab sofort fast ausschliesslich von zuhause aus. Wir nehmen die Empfehlungen des Schweizer Bundesrates damit sehr ernst. Wir sind weiterhin per E-Mail (info@rokpa.org) für Sie da und freuen uns, von Ihnen zu lesen. Die Feier zum 40-Jahre-Jubiläum von ROKPA, welche auf den 27.03.2020 in Kathmandu (Nepal) geplant gewesen war, wurde abgesagt.

Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, wie sich unsere Arbeit in Nepal, Simbabwe und Südafrika entwickelt. Fest steht: Unsere Projektpartnerinnen und -partner in den Ländern brauchen jetzt umso mehr Unterstützung, denn Krisensituationen treffen die Schwächsten einer Gesellschaft besonders hart. ROKPA tut alles, um auch jetzt für armutsbetroffene Menschen da zu sein. Helfen Sie uns dort zu helfen, wo jetzt Hilfe dringend nötig ist. Gemeinsam können wir diese Krise meistern.