COVID-19: Update aus Simbabwe vom 30.04.2020

Hilfe für Obdachlose in Harare, Simbabwe: In der Hauptstadt von Simbabwe gibt es viele Menschen, die auf der Strasse leben – darunter sind oft Junge oder solche mit einer psychischen Erkrankung. Sie überleben nur mit Betteln. Mit der momentanen Lockdown-Situation fällt nun aber auch diese kleine Einkommensquelle weg. Die Regierung hat deshalb temporäre Unterkünfte für diese Obdachlosen organisiert. Insgesamt gibt es drei Häuser, die alle ca. 25 km ausserhalb von Harare liegen. Momentan befinden sich etwa 270 Personen in den Unterkünften: 162 Männer, 15 Frauen und 92 Kinder.

Dort werden Sie mit Nahrung und Decken versorgt, doch die meisten von Ihnen benötigen auch medizinische Betreuung. Einige der Erwachsenen leiden an Geschlechtskrankheiten, HIV oder anderen Krankheiten oder weisen Verletzungen auf. ROKPAs Projektpartner konnte einen Arzt organisieren, der die Konsultationen durchführt. Zwei Freiwillige assistieren ihm. Neben den Behandlungen bringt der Arzt den Patienten bei, wie man sich in der Corona-Krise korrekt verhält und zeigt ihnen die Hygienemassnahmen. In einem Land wie Simbabwe ist Social Distancing sehr schwierig umzusetzen, da die Menschen auf engstem Raum zusammenleben und insbesondere in den Städten der Platz sehr beschränkt ist. Deshalb können selbst minimale Hygienestandards kaum eingehalten werden.

Was sind die Perspektiven in Simbabwe?

Der Lockdown hält weiter an, mindestens bis zum 4. Mai 2020. Die Fallzahlen sind verhältnismässig immer noch tief, doch die Krankenhäuser sind nach wie vor nicht auf die Pandemie vorbereitet. Viele Menschen in Simbabwe leben von Tag zu Tag, in ungeregelten Arbeitsverhältnissen und sind deshalb auf Einkommen angewiesen. Wenn sie aufgrund der Ausgangssperre nicht arbeiten können, hungern ganze Familien.

Eine Arztkonsultation kostet 7.70 Franken, Medikamente durchschnittlich 9.60 Franken pro Person. Bereits mit einem kleinen Betrag helfen Sie den Ärmsten in Simbabwe. Jetzt spenden