Die Situation in Simbabwe und Südafrika

Bild: misLU

Simbabwe:

Die gesundheitliche und wirtschaftliche Situation im Land bleibt herausfordernd. Die Pandemie und die Massnahmen der Regierung zur Eindämmung des Virus beeinträchtigen das Produktionsniveau in allen Sektoren, obwohl eine teilweise und vorübergehende Lockerung der Beschränkungen zusammen mit einer guten Regenzeit etwas geholfen hat. Im zweiten Quartal dieses Jahres konnten die Menschen kurzzeitig – bis zum Eintreffen der dritten Welle – arbeiten, die Schulen waren geöffnet und es herrschte beinahe „business as usual“. Nun hat die Regierung am 29. Juni 2021 erneut eine Ausgangssperre verhängt. So dürfen Geschäfte beispielsweise nur zu bestimmten Zeiten geöffnet sein, von 18:30 bis 06:00 Uhr gilt Sperrstunde und die Schulen wurden erneut geschlossen. Laut UNICEF sind schätzungsweise bis zu vier Millionen Kinder unter fünf Jahren sind in Simbabwe ernsthaft von Unterernährung bedroht und etwa 2,3 Millionen Menschen in städtischen Gebieten sind von Ernährungsunsicherheit betroffen (Quelle: Integrated Food Security Phase Classification).

Die schwierige Situation im Land hat besonders die verletzlichsten Personen stark getroffen und ihren Bedarf an medizinischer Versorgung und Nahrungsmitteln weiter erhöht. Dies sehen wir an der steigenden Anzahl Personen, welche unsere beiden medizinischen Anlaufstellen in Simbabwe besuchen. In diesen haben wir seit Jahresbeginn rund 3‘500 Personen betreut und über 550 Haushalte mit Essen versorgt.   

Südafrika:

Seit dem 28. Juni 2021 befindet sich Südafrika erneut in einem restriktiven Lockdown. Beispielsweise dürfen die Menschen ihren Wohnsitz nur in Ausnahmefällen verlassen, ansonsten gilt Ausgangssperre. Schulen und Hochschulen sind für den Kontaktunterricht geschlossen. Die ROKPA Gassenküche in Johannesburg kann mit einer Sonderbewilligung weitergeführt werden. Der Betrieb verlief für einige Wochen reibungslos, wenn auch mit zusätzlichen Massnahmen wie beispielsweise ein grösserer Abstand zwischen den wartenden Personen in der Schlange sowie mehr Sicherheitsleute, welche die Ordnung beim Anstehen sicherstellen.

Doch nun haben die anhaltenden gewaltsamen Proteste in Johannesburg unsere Gassenküche getroffen. Vergangene Woche wurde der Besitzer des Gemüseladens, aus dem das Gemüse für die Suppe bezogen wird, niedergeschlagen. Das Gemüse wurde gestohlen. Aus Sicherheitsgründen hat das Team vor Ort beschlossen, die Gassenküche aufgrund der angespannten Situation in der Stadt und wegen Covid während 2 Wochen nicht zu öffnen. Keine leichte Entscheidung, denn diese Wochen sind die kältesten, die Johannesburg seit Langem erlebt.

ROKPAs Projekte in Kapstadt und anderen Gebieten Südafrikas sind glücklicherweise von den politischen Unruhen nicht getroffen und können trotz des strengen Lockdowns weitergeführt werden. Dazu gehören:

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