Klosterschulen: Bildung und Wissenstransfer

ROKPA unterstützt Klosterschulen, weil diese einen kostbaren Beitrag zur Erhaltung der tibetischen Kultur leisten. Die in Klöstern ausgebildeten Schüler/innen werden – neben den üblichen Schulfächern – auch in traditionellem tibetischem Wissen unterrichtet, welches sie an die kommenden Generationen weitergeben.

Schulen innerhalb von Klöstern bekommen selten staatliche Unterstützung. Trotzdem sind sie zentral für die Pflege und den Erhalt der tibetischen Schriftsprache: Denn nur dort können sich Mönche und Nonnen auf ein intensives Sprachstudium konzentrieren. So wird garantiert, dass die über mehr als ein Jahrtausend gesammelten und verfassten Werke tibetischer Literatur und Wissenschaft auch von künftigen Generationen verstanden werden.

Die Ausbildung in den Klosteruniversitäten kann bis zu 15 Jahre dauern. Die so ausgebildeten Mönche oder Nonnen werden wiederum als Lehrer entweder in Dorf- oder Klosterschulen eingesetzt.

Klosterschule in Sichuan, Ost-Tibet

ROKPA unterstützt an dieser Klosterschule fünf Lehrer und 274 Knaben und Jugendliche finanziell. Die Schüler stammen aus bäuerlichen und nomadischen Familien, die bis zu 250 km entfernt leben. Sie sind zwischen 5 und 28 Jahre alt und in Klassen von 7 bis 29 Schülern eingeteilt. Das Programm der Primarschule dauert sieben Jahre, dasjenige der weiterführenden Ausbildung in der Klosterschule 10 Jahre.

ROKPA unterstützt diese Bildungsinstitution seit 2007. Obwohl das Kloster sehr gross ist, wäre der Betrieb der Schule ohne die finanzielle Unterstützung durch ROKPA nicht möglich.