Tibetische Gebiete Chinas: Hilfe für das Dach der Welt

ROKPA unterstützt die tibetische Bevölkerung mit derzeit rund 100 laufenden Projekten. Dies zu Recht: Die tibetischen Gebiete Chinas zählen zu den ärmsten Regionen der Welt. Von der Fläche mit Europa vergleichbar, leben hier nur rund 6 Millionen Menschen von minimaler Land- und Viehwirtschaft. Mit Siedlungen gelegen zwischen 3‘000 und 5‘500 Metern über Meer, ist es das höchste von Menschen besiedelte Gebiet überhaupt.

Im Unterschied zu anderen Entwicklungsgebieten sind die Winter in der Himalaya-Region extrem lang und kalt, die Sommer kurz. Veränderungen im Klima haben sofortige existenziell bedrohliche Folgen für die dort lebende Bevölkerung, die traditionell als Bauern und Nomaden leben.

Die Hilfsaktivitäten von ROKPA konzentrieren sich auf Osttibet, das sich über die autonome Region Tibet und die vier Provinzen Sichuan, Qinghai, Yunnan und Gansu erstreckt. In dieser zum Teil sehr abgelegenen Gegend gibt es nur wenige und meist schlecht befahrbare Strassen. Die dort ansässigen Menschen leben in bescheidenen Verhältnissen oder gar in Armut, ohne staatliche Hilfe und minimaler medizinischer Versorgung.

ROKPA INTERNATIONAL unterstützt die tibetische Bevölkerung seit 1990 mit mehreren hundert Projekten. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Lokalbehörden zählt ROKPA zu den raren Hilfswerken, die in dieser Region Hilfe leisten können.

Zahlen & Fakten

Bevölkerungszahl:ca. 6 Mio. (rund die Hälfte der Tibeter/-innen lebt in der Autonomen Region Tibet, die andere Hälfte in den osttibetischen Provinzen)
Bruttosozialprodukt (pro Kopf und Jahr):2‘500 CHF
Kindersterblichkeit vor dem 5. Altersjahr:14,7% (Schweiz: 0,4%)
Alphabetisierungsgrad Erwachsene:60% (73% der Männer, 48% der Frauen)
Lebenserwartung:67 Jahre (Schweiz: 82)
Gesundheit:Es herrscht akuter Ärztemangel, ein Arzt ist für rund 15‘000 Einwohner zuständig (Schweiz: 1 Arzt pro 244 Einwohner)

Quelle: Für Tibet gibt es keine zuverlässigen, offiziellen Daten. Bei den angegebenen Zahlen handelt es sich um Schätzungen von Experten. Stand: 2015.