Südafrika: Im Würgegriff von Hunger & Arbeitslosigkeit

Um extreme Armut und Hunger zu reduzieren, betreibt ROKPA seit über 20 Jahren in Johannesburg eine Gassenküche. Bei den Begünstigten der Suppenküche handelt es sich mehrheitlich um arbeitslose Südafrikaner oder Flüchlinge aus benachbarte Staaten.

Südafrikas Wirtschaft kommt nicht auf Touren: Die Verdienstmöglichkeiten sind in der Landwirtschaft und im Schiefer-Abbau zu suchen, die Löhne aber extrem tief. Die Lokalbevölkerung leidet an Armut und Hoffnungslosigkeit. Drogenabhängigkeit ist weit verbreitet.

Ausserdem haben Untersuchungen gezeigt, dass Kinder in dieser Region oft missbraucht werden – betroffen sind rund 60% der Mädchen und 40% der Knaben. In kaum einem anderen Land werden so viele Mädchen und Frauen vergewaltigt wie in Südafrika. Viele Opfer leiden nicht nur psychisch unter den Folgen der Misshandlung, sondern werden dabei auch mit HIV infiziert.

Zahlen & Fakten

Bevölkerungszahl:53.7 Millionen
Bruttosozialprodukt pro Kopf (US$):12'700 (Schweiz: 55'200)
Arbeitslosenquote:25%
Lebenserwartung bei der Geburt:62 Jahre (Schweiz: 82 Jahre)
Ärzte pro 1000 Einwohner:0.78 (Schweiz: 4.08)
Untergewicht bei Kindern unter 5 Jahren:8.7% (Schweiz: keine)
AIDS-Kranke:6'270'000 (Schweiz: 18'000)
AIDS Verbreitungsrate: 19% (Schweiz: 0.4%)

Quelle: The World Factbook CIA (Stand 16. Juni 2015)